|
Schiwlanot, um 1800
Brautgürtel
Silber, Deutschland
SLG Max Berger B 747
JMW Inv. Nr. 8011
ieser kunstvoll gefertigte silberne Gürtel ist ein rituelles Objekt. So ein Gürtel wurde bei einer jüdischen Hochzeitszeremonie von der Braut getragen. Die mit dem Brautgürtel geschmückte Braut, als Kalla bezeichnet, und der Bräutigam, ihn nennt man Chatan, stehen gemeinsam unter dem Traubaldachin, der das Brautgemach symbolisiert. Ebenso wie der Ring, den der Bräutigam der Braut an den rechten Zeigefinger steckt, symbolisiert der Gürtel die Verbindung der beiden Ehepartner. Der Brautgürtel wird mit dem Gürtel des Bräutigams zusammengeschlossen, "um die eingegangene Verbindung als Aneinanderkettung zu demonstrieren", so die Objektbeschreibung im Jüdischen Museum Wien.
Die Objekte der Max-Berger Sammlung, eine der bedeutendsten Judaica-Sammlungen der Welt, stammen zum großen Teil aus dem Gebiet der ehemaligen Habsburger-Monarchie. Im Jüdischen Museum Wien werden die rituelle Bedeutung und die religiöse Funktion, die die verschiedenen Objekte haben, vorgestellt. |
|